Gelsenjäger Dürnkrut
Gelsenjäger Dürnkrut

Hausgelse

 

Alle Bürger sollten jetzt im Sommer darauf achten, dass in den Gärten, Vorgärten und Schuppen – auch am Kellerberg – keine offenen Wasserbehälter stehen, da sich auch dort sofort ausreichende Mengen an Hausgelsen entwickeln können. Ein offenes Regenfass oder alter Autoreifen mit Wasser reichen schon für eine ganze Nachbarschaft!

 

Um die äußerst vermehrungsfreudigen und in Regentonnen und Dachrinnen überwinternden Hausgelsen zu dezimieren, können die Bürgerinnen und Bürger noch immer auf dem Gemeindeamt kostenlos die entsprechenden „Culinex-Tabletten“ zu Regulierung der Hausgelsen erhalten und so selbst einen Beitrag leisten.

 

Auch die in einigen Gärten freundlicherweise den Vögeln angebotenen Tränken können Gelsenbrutstätten sein – schauen Sie mal nach und verwenden Sie gegebenenfalls die Tabletten oder erneuern Sie das Wasser mindestens einmal in der Woche! 

 

Die Weibchen überwintern in der Natur in hohlen Bäumen und Erdlöchern; im Siedlungsbereich in Häusern, Kellern oder frostfreien Räumen.

Im darauf folgenden Frühjahr suchen die überwinternden Gelsen-Weibchen zum Ablegen der Eier kleine Wasseransammlungen in der Nähe des Winterschalfplatzes auf. Als "Brutwässer" dienen ihnen dabei Regentonnen, wassergefüllte Altreifen, Vogeltränken, usw. aber auch die Uferbereiche von Teichen und stehenden Wassergräben.

Ein Weibchen legt ca. 150 Eier, aus denen sich dann mehrere Generationen pro Jahr entwickeln können. Je nach Witterung kann ein solches Weibchen bis zum Ende der Saison theoretisch bis zu einer Milliarde Nachkommen haben.

Für die Existenz von Hausgelsen können Überschwemmungsereignisse zwar auch förderlich sein, aber sie finden in Siedlungsgebieten ihr Auslangen.

Überschwemmungs-Gelse
 

Diese Gelsenart legt ihre Brut haptsächlich in ausgetrocknetes Terrain von Überschwemmungsgebieten, wo die Eier dann lange Zeit auf Wasser warten können.

Unmittelbar nach dem Zurückweichen des Wassers kommt es dann zu einer explosionsartigen und massenhaften Entwicklung dieser Gelsenart.

Diese Gelsen leben nur relativ kurz, und die Weibchen benötigen in dieser Zeit aber Blut von Mensch und Tier zur Reifung neuer Eier und sind daher sehr aktiv und lästig.

Durch eigene Kraft wandern diese Gelsen nicht weit von den Brutstätten weg; jedoch durch starken Wind könn sie aber auch in entfernte Siedlungsgebiete gelangen, wo sie dann kurzfristig nicht nur in der Dämmerung sondern auch tagsüber eine Plage sind. 

Von den Überschwemmungs-Gelsen überwintern nur die robusten Eigelege

 

Fieber-Gelse oder Malaria-Mücke
 

Von der Lebensform sind die "Fieber-Gelsen oder Malaria-Mücken ähnlich wie die Hausgelsen, man findet sie auch in menschlichen Behausungen.

Besonders suchen sie aber feuchte Räume und Tierställe auf, nicht nur um zu überwintern, sondern auch während der Sommermonate als Ruheplatz trächtiger Weibchen.

 

Diese Gelsenart kann auch in unserer Gegend Blutplasmodien (Malariaerreger) übertragen. Dazu muss sie an einem bereits an Malaria Menschen über dessen Blut die entsprechenden Stadien der Erregerer aufnehmen.

Wenn sich der Erreger-Zyklus in dieser Mücke durch eine länger Wärmeperiode vollständig entwickeln kann und sie dann wieder einen Menschen sticht, ist auch in unserer Gegend eine Malariainfektion MÖGLICH.

 

Diese Gelsenarten können auch als Ei- oder Larvenstadien überwintern und bilden fallweise auch im Freiland große Bestände aus,  oft als zweite Welle hinter den Überschwemmungs-Gelsen nach einem Hochwasser.

 

Invasive - Gelsen
 

In den letzten Jahren kommen in Mitteleuropa vermehrt "Invasive-Gelsen" vor.

Diese Gelsen-Arten kennt man bisher nur aus südlich-tropischen Gegenden oder aus Ostasiatischen Ländern und sind sehr anpassungsfähig.

 

Die Asiatische Buschmücke (bereits in Südösterreich nachgewiesen) besitzt eine hohe ökologische Toleranz und ist durch ihre Robustheit auch in der Lage in der submontanen Zone der Alpen zu siedeln.

 

Für die Verbreitung dieser tropischen Gelsenarten ist nicht der Klimawandel sondern der globale Handel mit Waren in denen verschiedene Stadien dieser Gelsen eingenistet sein können und nach Europa transportiert werden.

Hier finden Sie uns:

Gelsenjäger Dürnkrut

 

Gemeindeamt Dürnkrut

Schlossplatz 1
 2263 Dürnkrut

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